Erfahrungsbericht eines Studenten (2003/2004)
Anreise
Ankunft
Wohnen
Studium
Praktikum
Sport
Nachtleben
Le Mans und Umgebung
Allgemeines
Anreise:
mit dem Auto
Unter der Adresse www.viamichelin.com findet Ihr eine perfekte
Wegbeschreibung von Paderborn nach Le Mans inkl
Autobahngebühren, die bei ca. 26 Euro liegen.
In Le Mans angekommen, nehmt Ihr am Besten die Ausfahrt Le
Mans/Université.
Nach der „Péage“ , wo Ihr bezahlen
müsst, biegt Ihr links ab bis zum nächsten
Kreisverkehr. Dort nehmt Ihr die zweite Ausfahrt und schon nach kurzer
Zeit stoßt ihr auf einen zweiten Kreisverkehr, in dessen
Mitte sich eine Art Säule befindet. Dort nehmt Ihr dann die
dritte Ausfahrt, welche direkt auf das Unigelände
führt. Nach der Ausfahrt macht die Straße eine
Rechtkurve. Ihr fahrt danach ungefähr 200 Meter geradeaus
bevor eine Linkskurve kommt. Knapp 50 Meter nach der Linkskurve
könnt ihr rechts auf einen großen Parkplatz fahren.
Dieser liegt gegenüber vom Wohnheim, in dem sich auch die
Wohnheimsverwaltung befindet.
mit dem Zug
von Köln aus kann man mit dem Thalys in knapp 3 Stunden
für 36 Euro nach Paris fahren. Man kommt dann dort am Gare du
Nord an. Von dort aus muss man die Metro (Linie 4) nehmen um zum Gare
de Montparnasse zu fahren. Von dort aus kann man dann für 14
Euro den TGV nach Le Mans nehmen, der nach knapp einer Stunde dort
eintrifft.
Den Tarif für 14 Euro erhält man nur, wenn man sich
vorher die CARTE 12-25, eine Art frz. Bahncard für Studenten
kauft. Sie ist an jedem SNCF Schalter erhältlich.
mit dem Flugzeug
von Köln aus kann man mit German Wings nach Paris fliegen, bei
frühzeitiger Buchung schon ab 19 Euro. Dann kommt man jedoch
am Flughafen Charles de Gaulle an, der weit im Norden von Paris liegt.
Von dort aus gibt es TGV’S, die direkt nach Le Mans fahren.
Der Nachteil ist, dass die billigen Flüge von Köln
nach Paris meist schon sehr früh morgens gegen 7 Uhr sind.
Wenn man dann am Pariser Flughafen ankommt, hat man einige Stunden
Wartezeit, da es nur wenige TGV’s direkt vom Flughafen aus
gibt.
Tip:
Ich habe alle drei Reiseformen persönlich ausprobiert. Ich
konnte glücklicherweise auf mein Auto zurückgreifen,
was meiner Meinung nach auch bzgl. der Gepäckmitnahme das
beste Verkehrsmittel ist, um nach Le Mans zu gelangen.
Ansonsten ziehe ich persönlich den Thalys dem Flugzeug vor, da
man sich die ganzen Umstände des Ein- sowie Auscheckens spart
und direkt in Paris ankommt und nicht weit außerhalb am
Flughafen. Hat man natürlich viel Gepäck dabei, ist
es vorteilhaft nach Paris zu fliegen und vom Flughafen Charles de
Gaulle aus den direkten TGV nach Le Mans zu nehmen.
Ein Taxi vom Bahnhof Le Mans zur Universität kostet ungef. 9
Euro.
Bei erstmaliger Ankunft gebt Ihr als Ziel die Cité
Universitaire Varouze an, weil sich dort die Wohnheimsverwaltung
befindet.
Ankunft:
Heil in Le Mans angekommen, meldet Ihr Euch am Besten direkt bei der
Wohnheimsverwaltung. Diese gehört zum CROUS, dem frz. Pendant
zu unserem Studentenwerk. Das Crous liegt gegenüber vom
Parkplatz, den ich weiter oben schon erwähnt habe. Es ist auch
gut ausgeschildert.
Ihr werdet in ein Gebäude eintreten und direkt auf einen
Glaskasten zulaufen, in dem jemand von der Administration sitzt. Dieser
Person sagt Ihr dann, dass Ihr Austauschstudenten seid und gerne
wüsstet, wie das mit der Zimmervergabe läuft.
Normalerweise müsstet Ihr dann ein Blatt erhalten, auf dem der
Ablauf der Zimmervergabe beschrieben wird. Außerdem kann es
sein, dass Ihr eine Nummer erhaltet, die Euch ein wenig
Überblick darüber verschafft, wann Ihr dran seid.
Wundert Euch nicht, falls dort absolutes Chaos herrscht, da nicht nur
die Austauschstudenten, sondern auch alle anderen, die im Wohnheim
wohnen wollen, sich jedes Jahr neu für ein Zimmer dort
bewerben müssen.
Ihr werdet auch vor Eurer Abreise nach Frankreich schon Info-Material
über die UNI und die einzelnen Wohnmöglichkeiten
bekommen. Ihr könnt dann vorher angeben, wo Ihr untergebracht
werden wollt.
Diese Reservierungen lagen dem Wohnheimsdirektor jedoch nicht vor. Es
war alles sehr unorganisiert und somit wartete ich knapp 5 Stunden, bis
ich letztendlich einen Schlüssel in die Hand gedrückt
bekam.
Aber das Warten hat sich gelohnt, da alle Erasmus Studenten in
neu-renovierten Zimmern untergebracht wurden.
Um ein Zimmer zu bekommen müsst Ihr eine „assurance
de logement“ abschließen. Wenn Ihr vor dem
Glaskasten steht und dann nach links geht, kommt Ihr in einen Raum, wo
Ihr mehrere Stände von Versichererungen findet.
Ich habe eine Versicherung bei der SMEBA abgeschlossen, die mich 18
Euro gekostet hat.
Ich hoffe, dass ich Euch mit dieser etwas genaueren Beschreibung Eure
Ankunft etwas erleichtern kann und dass die Wohnheimsverwaltung es
schafft, die Zimmervergabe zukünftig ein wenig besser zu
organisieren, als es bei meiner Ankunft der Fall war.
Wohnen:
Auf dem Campus gibt es zwei Wohnkomplexe.
Bartholdi:
Hierbei handelt es sich um ein Wohnheim, dass aus Einzel- bzw.
Doppelapartments besteht. Die Apartments beinhalten ein kleines
Badezimmer sowie eine Kochecke.
Grundvoraussetzung für die Unterkunft dort ist, dass man
mindest. 9 Monate in Le Mans bleibt.
Cite Universitaire Varouzé:
Die Cité Universitaire umfasst 5 Gebäude
– Batiment A-E
Es ist jeweils ein kleines
Bad (Dusche, WC, Waschbecken) integriert. Weiterhin
enthält jedes Zimmer einen kleinen Kühlschrank und
auf Wunsch Internetzugang ( 1 Euro für das ganze Jahr, kein
Witz).
Pro Etage gibt es eine Küche, die in einem Top-Zustand ist.
(Mikrowelle, Backofen, vier Herdplatten, zwei Tresen mit 10
Stühlen).
Diese Küche teilen sich ungefähr 14 Studenten. Manche
werden kaum genutzt, andere hingegen sind gut besucht.
Im Batiment A und B gibt es im Erdgeschoss auch Doppelzimmer (chambre
double), d.h. nicht, dass sie für zwei Personen sind, sondern
dass ihre Fläche doppelt so groß ist, sprich 18 qm.
Weiterhin gibt es einen Fernseh- sowie einen Arbeitsraum pro
Gebäude.
Wie läuft die Zimmervergabe?
In der Regel werden immer die Studenten bevorzugt, die 2 Semester
bleiben.
Sie haben auf jeden Fall ein Anrecht auf ein Zimmer im Batiment A oder
B.
Leute die nur ein Semester bleiben, müssen darauf hoffen, dass
genügend freie Kapazitäten vorhanden sind. Falls man
nicht direkt ein renoviertes Zimmer bekommt, sollte man dies erst
einmal hinnehmen, danach jedoch direkt in Kontakt treten mit
M. Yvon Calage, dem Direktor von Relations Internationales. Ein Anruf
von ihm bei der Wohnheimsverwaltung kann da noch einiges bewirken.
Ich würde auch jedem empfehlen, ein Zimmer in der
Cité Université Varouzé zu beziehen,
da dort fast alle Erasmus-Studenten wohnen und gerade die
Gemeinschaftsküchen die beste Möglichkeit bieten, mit
anderen Studenten in Kontakt zu kommen.
Weiterhin liegen die Gebäude direkt bei der Mensa und den
Sportanlagen.
Das Bartholdi bietet zwar größere Zimmer, jedoch
liegt es am anderen Ende des Campus ( zu Fuß
ungefähr 12 Min vom Varouzé entfernt). Wer da
wohnt, ist automatisch ein wenig ausgeschlossen.
Ich hatte das Glück ein Doppelzimmer im frisch-renovierten
Batiment B zu bekommen, im dem auch die meisten meiner
ausländischen Freunde wohnten. Der schönste Ort im
Wohnheim sind auf jeden Fall die Küchen. Beim Austausch von
Rezepten, zahlreichen gemeinsamen Essen oder kleineren Partys, konnte
ich dort nicht nur den Kontakt zu den anderen Erasmus Studenten
verbessern, sondern auch viele Franzosen oder frankophone Studenten
kennen lernen.
Preise: Varouzé: Einzelzimmer 135 Euro
Doppelzimmer 188 Euro
Bartholdi: Einzelstudio ab 220 Euro
Studium:
In Paderborn studiere ich IBS. Um gleichzeitig Wirtschafts-
und Sprachkurse zu besuchen, habe ich mich in Le Mans an zwei
Fakultäten eingeschrieben, an der Faculté des
Sciences Economiques und an der Faculté des Lettres.
Es ist grundsätzlich möglich sich an mehreren
Fakultäten einzuschreiben, erfordert halt nur mehr Sorgfalt
bei der Planung des Stundenplans, da sich viele Kurse
überschneiden werden. Angerechnet werden in Paderborn nur
Kurse aus den Niveaus Licence und Maitrise.
Mit abgeschlossenem Vordiplom in Paderborn hat man auch die
Berechtigung eine komplette Licence (Abschluss nach drittem
Studienjahr) zu erwerben.
Ich persönlich kann jedem IBS-Student den Studiengang L.E.A
(Langues Etrangères Appliquées) empfehlen, der im
Moment noch an der Fac. des Lettres angeboten wird, bald aber in die
Fac. Sciences Economiques eingegliedert werden soll.
Der Studiengang L.E.A besteht zu 40% aus Wirtschaftskursen, vor allem
Marketing und zu 60% aus Sprachkursen.
Die Franzosen können wählen zwischen Englisch/Deutsch
oder Englisch/Spanisch.
Sollte jemand wirklich anstreben einen Abschluss in Frankreich zu
machen, empfehle ich die Licence L.E.A Anglais/Allemand.
Ich selbst habe einige der Sprachkurse besucht. Gerade in den
Englischkursen kann man als deutscher Austauschstudent glänzen
und auch die Übersetzungskurse Deutsch-Französisch,
Französisch-Deutsch sind sehr interessant, da nur Wirtschafts-
sowie politische Zeitungsartikel behandelt werden.
Die komplette Licence besteht aus 3 Deutsch- sowie 3
Englischkursen und rund 6 Wirschaftskursen.
Sie geht von Mitte September bis Anfang März. Ab Ende
März muss dann noch ein 2-monatiges Pflichtpraktikum
absolviert werden. Über dieses muss ein Praktikumsbericht
verfasst werden, der am Ende vor einer Prüfungskommission
verteidigt werden muss.
Persönlich haben mir die Kurse von LEA sehr gut gefallen, da
gerade bei den Sprachkursen viel wert auf mündliche Mitarbeit
gelegt wird. Dies ist eine willkommene Abwechslung zu den sonst sehr
eintönigen und anstrengenden Vorlesungen, die oftmals einem
Diktat gleichen.
Deshalb habe ich auch mehr Kurse bei LEA gemacht, als an der Fac
Sciences Economique.
Dort kann ich persönlich nur den Kurs Gestion des Ressources
Humaines bei M. Jolivet empfehlen, den Herr Prof. Pullig für
Personalmanagment 1 oder 2 oder der Lehrstuhl von
Prof Weber für ABWL Personal und Organisation anrechnet.
Herr Jolivet ist sehr nett und bietet für Erasmusstudenten
immer eine mündliche Prüfung anstelle der
Klausurteilnahme an.
Wir waren drei Erasmusstudenten. Jeder hat eins von sechs Zettelchen
gezogen, auf dem ein Thema mit einer Frage stand, welches wir danach
eine halbe Stunde vorbereiten und danach vortragen mussten.
Insgesamt habe ich 5 Kurse gemacht, Englisch und
Personalmanagment bei Sciences Economiques sowie 2
Übersetzungskurse und Case Studies in Rahmen von LEA.
Bei den Englischkursen bin ich noch nicht sicher ob diese von Frau
Zörner anerkannt werden. Doch selbst wenn dies nicht der Fall
sein sollte, kann ich nur jedem den Case Study Kurs (Etude de Cas) von
M. Duval empfehlen.
Es handelt sich dabei um einen Kurs in dem man lernt, anhand von
Fallbeispielen Marketingstrategien und –Instrumente
anzuwenden. (Super interessant und sehr praxisnah)
Was Lehramtsstudenten betrifft, gibt es eine große Anzahl von
Kursen, die man aus den jeweiligen Licences bzw. Maitrises
Allemand, Francais, Anglais, LEA, FLE (Francais Langue
Etrangère) auswählen kann. Eine Studentin aus
Paderborn, die mit mir zusammen Erasmus-Student war, hat sich
entschlossen nicht mehr nach Paderborn zurückzukehren. Sie
wird im kommenden Semester eine Licence Allemand machen und danach
versuchen über den CAPES (nationales Auswahlverfahren) eine
Stelle als Deutschlehrerin in Frankreich zu finden.
Ansonsten kann ich Euch noch sagen welche Kurse ich in meinem Learning
Agreement hatte, an das ich mich aber kaum gehalten habe, da einem erst
vor Ort bewusst wird, ob es Sinn macht, einen Kurs zu besuchen oder
nicht.
Kurse LEA
Grammaire et Traduction für Traduction des textes
économiques bei Frau Neu-Blotenberg
Anglais
économique
für IC Business Topics UK and America bei
Herrn Wagner
et
commercial
Kurse Sciences Economiques
Gestion des Ressources Humaines für ABWL oder Perso2
bei Pullig
Gestion de
production
für ABWL Produktionsmanagment bei Bock
Finance
d’entreprise
für ABWL Finanzierung bei Schiller
Economie et Finance
Publiques
für AVWL Finanz u. Wirtschaftspolitik bei Gilroy
Es gibt noch einen Kurs Strategie d’entreprise der eventuell
für ABWL Strategisches Managment anrechnet wird.
Praktikum:
In vielen Studiengängen in Le Mans sind Pflichtpraktika
vorgeschrieben. Somit bestehen auch gute Kontakte der
Universität zu zahlreichen Unternehmen. Je nachdem, an welcher
Fakultät Ihr studiert, und wie lange Ihr in Le Mans bleiben
wollt, bietet es sich an, nach Abschluss des Semesters noch ein
Praktikum in Le Mans zu machen. Studiert ihr zum Beispiel nur ein
Semester an der Faculté Science Economique, geht Euer
Semester von Mitte September bis Mitte Dezember. Vor Weihnachten habt
Ihr dann schon Eure Prüfungen. Da es in Paderborn ja erst
Mitte April wieder losgeht, habt ihr ab Januar Zeit ein dreimonatiges
Praktikum zu machen. Genau so sah auch mein Auslandsaufenthalt aus.
Drei Monate Uni + 3 Monate Praktikum in einem Transportunternehmen.
Bei der Praktikumssuche können Euch entweder M. Duparquet oder
M. Duval helfen.
Ich kann nur jedem empfehlen neben dem Studium an der Uni noch ein
Praktikum zu machen, da man im WIWI-Studium nur selten in den
Unterricht mit eingebunden wird und es somit schwer fällt,
dort seine Französischkenntnisse zu verbessern. Weiterhin ist
es sehr interessant einmal einen Einblick in die frz. Arbeitswelt sowie
Unternehmenskultur zu bekommen.
Sport:
Das Angebot, welches die Uni einem bietet, lässt das Herz
eines jeden Sportfanatikers höher schlagen. Es gibt zahlreiche
Außenanlagen sowie zwei Sporthallen.
Neben den Standards wie Fussball, Basketball, Volleyball, kann man
kostenlos am Tennistraining teilnehmen, den Kraftraum nutzen, Klettern
gehen oder gegen eine geringe Gebühr sogar einen
Segelflugschein machen. Alle Sportarten aufzuzählen
würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. In der Infothek
liegen Broschüren aus, in denen Ihr nachschlagen
könnt, ob Eurer Lieblingssport auch angeboten wird.
Für Erasmusstudenten sind fast alle Kurse kostenlos. Als
Vorraussetzung muss man nur vorher zum Hochschularzt gehen, der sich im
Keller des Maison de l’Université direkt unter
Relations Internationales befindet.
Der Gesundheitscheck verläuft in der Regel ganz reibungsfrei.
Sorgen sollte sich nur derjenige machen, der keine 20 Kniebeugen
hinbekommt.
Mit dem erhaltenen Certificat Médical und 2 Passbildern kann
man dann zum Sekreteriat des Suaps (Sportfakultät) gehen und
sich dort für Kurse anmelden. Das Sekreteriat befindet sich in
der Sporthalle. Diese liegt nur 1 Minute entfernt von allen
Gebäuden der Cité Université
Varouzé. Somit ist es also sehr vorteilhaft, wenn man dort
ein Zimmer hat.
Nachtleben:
Le Mans ist ähnlich wie Paderborn ein eher ruhiges
Städtchen. Jedoch wenn man ausgeht, sollte man sich mehr Geld
einstecken als hier in Deutschland, da die Preise unverschämt
teuer sind.
Beispiele: 3 Euro für ein 0,25 Bier sind der Standard.
Eintritt in den meisten Discos 10 Euro inkl. 1 Freigetränk
Pint im Irish Pub 5,70 Euro
Die angesagtesten Bars sind
Café Leffe (Stammtisch)
Mulligans (Irish Pub)
Mulu Mulu (austr. Pub)
La Redo (spanische Bar)
Cochon Vert (Themenabende/Live Musik)
Café Crème (House Musik)
Clubs/Diskotheken
Select: nur ein Raum, gemischte Musik
Le Devino: 2 Räume, R&B/Funk , House
La Limite: 1 Raum , Vocal House
Diese Bars und Diskotheken liegen alle im Stadtzentrum.
Wer über ein Auto verfügt, hat die
Möglichkeit mehrere Großraumdiskotheken in der
näheren Umgebung von Le Mans zu besuchen.Ich war in Zweien,
die mich jedoch nicht gerade vom Hocker gerissen haben, da dort sehr
viele „Kinder“ unterwegs waren. Man muss sich das
so vorstellen. Die Diskotheken befanden sich auf dem Land in richtig
kleinen Dörfern. Dort gab es mehrere Räume. In
manchen hielten sich Erwachsene auf und in den anderen deren Kinder.
Ich war erstaunt wie viele unter 18-jährige sich noch morgens
um 4 auf der Tanzfläche tummelten.
Jedem der auch diese Erfahrung einmal machen möchte, empfehle
ich La Discoteck in La Breil sur Merize ungef. eine halbe Stunde von Le
Mans entfernt.Dort gibt es drei Räume und die Musik war in
Ordnung.
Will man ins La Limite, muss man erst ein wenig mit der Besitzerin an
der Tür diskutieren, da sie normalerweise nur Stammkunden
hereinlässt. Meine spanischen Freunde hatte sie jedoch schon
nach kurzer Zeit lieb gewonnen, so dass wir ziemlich schnell zu
Stammkunden wurden.
Wundern sollte man sich nicht über das Publikum dort, da La
Limite früher ausschließlich für
Homosexuelle zugänglich war und immer noch einer Ihrer
Haupttreffpunkte ist.
Überhaupt gibt es eine relativ große Schwulen- und
Lesbenszene in Le Mans, so dass man in den Genuss der ein oder anderen
ausgefallenen Bar kommt. z.B dem Couleur Café oder dem
Palace Café.
Direkt auf dem Campus hinter dem Batiment B gibt es einen Partyraum
(die K-Fête) in dem rund 200 Leute Platz haben. Dort finden
regelmäßig Studenten-Parties statt, die relativ
preisgünstig sind, 2-3 Euro Eintritt, 50 cent – 1
Euro pro Getränk.
Meine spanischen Freunde haben selbst drei Parties organisiert. Das
Angebot 5 Euro, frei Trinken war der absolute Renner, so dass wir einen
Ansturm von Gästen erlebten, der nie wieder auf einer anderen
Party dort übertroffen wurde.
Schöne Abende verbrachte ich auch alle zwei Wochen
donnerstags, wenn es wieder hieß
„Stammtisch“ im St.Germain. Dort trafen sich die
deutschen Erasmus-Studenten und französische Studenten, die
Deutsch studieren oder die einfach nur gerne ein wenig Deutsch sprechen
wollten. Wir waren eine Gruppe von ungefähr 20 Leuten und da
wir uns alle so super verstanden, haben wir uns nachher jede Woche
getroffen.
Donnerstag ist auch Studententag, sprich, dann ist richtig was los in
der Stadt und in einigen Bars gibt es Motto-Partys.
Auch wenn die Kneipendichte nicht sehr hoch ist, kann man in Le Mans
seinen Spaß haben. Wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist,
fällt dies sowieso viel leichter.
Le Mans und Umgebung:
Jedem der Le Mans richtig erkunden will, empfehle ich an einer Tour de
Place teilzunehmen. Dies ist eine kostenlose mehrstündige
Stadtrundfahrt, die für die neuen Einwohner von Le Mans
angeboten wird, an der wir aber auch teilnehmen durften. Die Tour fand
im November statt und man konnte sich im Kulturbüro in der
Nähe vom Rathaus anmelden. Am einfachsten ist es, wenn Ihr die
Aushänge im Kulturbüro studiert und dort direkt
nachfragt.
Persönlich hat mir in Le Mans am Besten die Altstadt gefallen,
mit seinen kleinen Bars, dem kleinen Kino Ciné Poche
(Orginalversionen), sowie einem kleinen Theater dem Caveau. Bei einem
Besuch der Eltern kann ich Euch das Restaurant Auberge de 7 plats
empfehlen, in dem man sich sein Menü individuell
zusammenstellen kann (Tisch vorbestellen). Das Essen dort ist
hervorragend, die Portionen ordentlich, der Service fix und die Preise
akzeptabel. Also „Bon appetit“.
Für den kleinen Hunger bekommt man fast an jeder Ecke ein
Baguette oder Kebap.
Ansonsten gibt es in Le Mans eine Vielzahl an kleineren Museen, das
Stadttheater, die beeindruckende Kathedrale St. Julien und nicht zu
vergessen etwas außerhalb den Circuit des 24 heures, auf dem
sich auch ein Automobilmuseum befindet.
Von Anfang April bis Ende Juni finden dort mehrere Rennen statt (24h
des motos, Grand Prix des motos, 24h des voitures).
Von Le Mans aus kann man auch viele schöne Tagestouren oder
längere Ausflüge unternehmen. Mit dem TGV erreicht
man in
unter einer Stunde
:
Paris, Angers, Tours
etwas über einer Stunde: Rennes, Nantes
Meine Favoriten sind natürlich Paris, sowie Rennes, wobei die
anderen Städte auch sehr schön sind.
Ich habe auch noch eine sehr schöne Tour mit dem Auto entlang
der Loire gemacht.
Auf der Strecke zwischen Tours und Blois, liegen gleich mehrere der
unzähligen Loire-Schlösser, welche oftmals
wunderschön sind.
Tip:
Alle diejenigen, die nicht mit dem Auto anreisen, sollten sich mit
mehren zusammentun und von Zeit zu Zeit mal ein Auto mieten (AVIS,
direkt am Bahnhof), da einige Orte nur schwer mit dem Zug erreichbar
sind. Meine spanischen Freunde haben dies öfters gemacht und
waren immer sehr zufrieden mit dem Preis-Leistungsverhältnis.
Für alle diejenigen, die größere Touren
planen, gibt es Ryan-Air in Tours sowie in Paris-Beauvais, sowie das
Busunternehmen EURO-TOURS welches auch in Tours ansässig ist.
Es bietet sich wirklich an, die Wochenenden oder Ferien für
die Erkundung der Pays de la Loire, der Bretagne oder der Normandie zu
nutzen und Ihr werdet wunderschöne Orte kennen lernen.
Bei Eurer Planung könnt Ihr auch berücksichtigen,
dass die Relations Internationales mehrere Touren für die
Erasmusstudenten organisieren.
Wir haben ein Loireschloss besucht mit anschließender
Weinprobe, waren in St.Malo + Mont St. Michel, sowie in Versailles.
Beliebte weiter Ziele sind noch das Futuroskop in Poitiers oder
EuroDisney in Paris.
Am besten gefallen hat mir die organisierte Fahrradtour durch Paris.
Alle dachten, dass sei super gefährlich, war es aber ganz und
gar nicht.
Diese Tour kann ich nur jedem empfehlen, da man ganz neue Ecken von
Paris kennen lernt, die man vorher als Tourist wahrscheinlich so nicht
wahrgenommen hat.
Allgemeines:
Krankenschein E 111 nicht vergessen !
Abklären ob Carte de séjour noch notwendig ist, da
neue EugH-Entscheidungen.
Genügend Passfotos mitnehmen (mind. 12)
Zusatzkrankenversicherung schon in Deutschland abschließen
Genügend Bargeld mitnehmen, da erste Miete und Kaution bei
Übergabe des Zimmers direkt bar bezahlt werden müssen
(ca. 300 Euro)
(Miete kann immer nur bar oder per Cheque bezahlt werden)
Versicherung fürs Zimmer abschließen, am einfachsten
direkt vor Ort
Frz. Bankkonto eröffnen. Dies ist notwendig, wenn man
Wohngeld (CAF, Caisse d’Allocation Familiale)
beantragen möchte. Dies ist auch für
Austauschstudenten möglich.
Wer im Varouzé wohnt bekommt egal ob Einzel- oder
Doppelzimmer 34 Euro monatlich. Es ist auch sinnvoll eine frz.
Visakarte zu beantragen, da man in Frankreich außer bei der
Wohnheimsverwaltung fast überall mit Karte bezahlen kann. Als
Bank kann ich Euch wärmstens die Banque Populaire de Ouest
empfehlen, die direkt neben dem Campus liegt (5 min vom
Varouzé). Wenn ihr ein Konto eröffnen wollt,
müsst Ihr dort einen Termin machen, zu dem Ihr eine Photokopie
Eures Ausweises, eine Attestation des Ressources und eine Attestation
de Domicile mitnehmen müsst. Diese Bescheinigungen
händigt Euch das Auslandsamt bei einer
Einführungsveranstaltung aus.
Neben dem Accueil gibt es eine Laveri mit jeweils zwei
Waschmaschinen sowie Trocknern. Ein Waschgang bzw. Trockengang kostet
jeweils 1 Euro.
Man muss am Accueil (Glaskasten) einen Termin machen und Jetons
für die Maschinen kaufen.
Tip: In der
Trocknertür kann man vorne einen Luftfilter herausziehen. Den
sollte man vor dem
Trocknen mit einem
Taschentuch säubern, da er meistens durch Fusel verstopft ist
und die
Wäsche
dadurch nicht richtig trocken wird.
Ansonsten habe ich immer die Stufe Sechage intesif gewählt,
die als einzige halbwegs gut getrocknet hat. (Waschpulver
müsst ihr selbst mitbringen)
Um Sachen vom Zimmer in die Küche zu transportieren, empfehle
ich Euch eine Klapp-Box, die hat sich bei uns immer gut
bewährt, da wir auch öfters mal die Küchen
gewechselt haben, um alle zusammen zu essen.
Je nachdem wie Ihr anreist, müsst ihr halt sehen, was Ihr an
Küchen-Equipment mitnehmt. Leute, die mit dem Auto anreisen,
sollten ein wenig mehr mitnehmen, um später vielleicht mal
anderen von weiter her angereisten Freunden aushelfen zu
können.
Zum Einkaufen empfehle ich Lidl, da man dort am Günstigsten
die Grundnahrungsmittel erwerben kann. Sachen, die man dort nicht
findet, kann man dann bei Carrefour, Intermarché, Champion
oder Auchan bekommen.
Im Intermarché gibt es sogar Vollkorn- und Schwarzbrot
(vakuumverpackt), welches für mich eine willkommene
Alternative zum Baguette darbot.
In der Zone Industrielle Nord, wo sich ein LIDL und der
Intermarché befinden, gibt es auch den Discount-Laden Maxi
Plus, der Restbestände aufkauft. Dort kann man super
Schnäppchen machen, z.B. gibt es dort sehr gute Weine
für wenig Geld.
Ansonsten kann ich Euch noch den Marché in Sablons
empfehlen, auf dem man sehr preisgünstig Obst u.
Gemüse erwerben kann.
Jeder, der daran denkt sich Klamotten zu kaufen, sollte die Soldes nach
Weihnachten abwarten. Das sind die Schlussverkäufe, bei denen
Sachen teilweise bis zu 50 % reduziert sind.
Wer mehr als zwei mal den TGV benutzten soll, für den lohnt
sich auf jeden Fall die Anschaffung der Carte 12-25, auf die ich im
ersten Punkt „Anfahrt“ eingegangen bin.
Gesamteindruck meines Aufenthaltes:
Ich möchte die sieben Monate, die ich in Le Mans verbracht
habe nicht missen. Es ist
ratsam länger als Ende Januar (offiziel. Ende erstes
Trimester) zu bleiben, da man gerade die ersten Monate braucht, um sich
richtig in einem fremden Land einzuleben. Was Sport angeht bin ich auch voll auf meine Kosten
gekommen, aber vor allem konnte ich mein Französisch enorm
verbessern.
Wenn man sich bemüht Französisch zu sprechen, kommt
man auch schnell mit Franzosen in Kontakt, gerade bei LEA hatte ich
einen sehr engen Kontakt zu meinen Kommilitonen.
Ansonsten wird man im Wohnheim auf viele verschiedene
Nationalitäten treffen, viele vorher nicht gekannte Kulturen
und Bräuche kennen lernen und einige neue Freundschaften
schließen. Ich habe in Le Mans viele neue Freunde gewonnen
und freue mich schon darauf, sie bald zu besuchen.
Abschließend möchte ich mich bei den
Städten Le Mans und Paderborn für das Stadtstipendium
bedanken, mit dem ich mich finanziell gut über Wasser halten
konnte.
Weiterhin danke ich Herrn Krimphove, dass er mich zu dem Austausch mit
Le Mans ermutigt hat, und seinem Kollegen Herrn Duparquet, der mein
Betreuer in Le Mans war.
Ein Lob auch dem Auslandsamt in Paderborn sowie den Relations
Internationales in Le Mans. Sowohl bei Problemen mit der Vorbereitung
als auch vor Ort, fühlte ich mich immer gut betreut.
Ich hoffe, dass ich Euch mit meinem Erfahrungsbericht einen kleinen
Einblick über meinen Aufenthalt in Le Mans geben kann.